WordPress für Einsteiger und Fortgeschrittene

Welches WordPress Webhosting mit eigener Domain?

Wichtige Punkte beim WordPress Hosting

Zum Betrieb eines selbst gehosteten WordPress Blogs benötigst du zunächst einen Webhoster. Dieser stellt dir den Webspace und eine Datenbank für WordPress zur Verfügung. Hier erfährst du, welche Features wichtig sind und worauf du bei der Wahl des Hostings achten musst.

WordPress Hosting – Worauf achten?

Bevor du WordPress installieren und einrichten kannst, musst du dich für ein geeignetes Webhosting entscheiden. Der Webhosting-Anbieter stellt dir unter anderem den Speicherplatz (Webspace) für deinen Blog auf einem Webserver zur Verfügung. Hier werden alle deine Inhalte gespeichert und sind daraufhin unter der von dir festgelegten Adresse im Internet erreichbar.

Das Webhosting wird von den Anbietern meist in Form von unterschiedlichen Paketen angeboten. Diese Pakete unterscheiden sich im Leistungsumfang und bestimmen letztendlich den monatlichen Preis. Die folgenden Unterpunkte zeigen, worauf es beim WordPress Hosting ankommt.

Technische Anforderungen an das Webhosting

Neben dem Webspace benötigt WordPress zum Betrieb eine MySQL Datenbank. Darin werden sämtliche Posts, Kommentare und Einstellungen deines Blogs gespeichert. WordPress wird in der Skriptsprache PHP entwickelt, deshalb muss dein Webhoster PHP-Unterstützung bieten. PHP und MySQL sind heutzutage jedoch Standard-Techniken, welche nahezu jeder Webhoster anbietet.

Dein Blog sollte weiterhin über eine SSL geschützte Verbindung erreichbar sein. Viele Browser zeigen dann ein Schloss-Symbol in der Adresszeile an, um die sichere Verbindung zu symbolisieren. SSL-Zertifikate waren vor nicht allzu langer Zeit noch relativ kostspielig. Inzwischen gibt es aber kostenlose SSL-Zertifikate der Let`s Encrypt Initiative. Hier solltest du darauf achten, dass der neue Webhoster diese anbietet.

WordPress Voraussetzungen in Kurzform

  • PHP Unterstützung
  • MySQL Datenbank
  • (Let`s Encrypt) SSL-Zertifikat

Eigene Domain für deinen Blog

Für deinen WordPress-Blog möchtest du sicherlich eine eigene Domain wie deine-webseite.de kaufen. Top-Level-Domains mit Endungen wie de, com, net, org werden üblicherweise von jedem Webhoster angeboten. Mit Einschränkungen musst du rechnen, sofern du auf eine weniger geläufige Domain-Endung wie .io oder .cc setzen willst. Hier solltest du vorher prüfen, ob die gewünschte Top-Level-Domain angeboten wird.

Email-Postfächer für deine Domain

Als Kontaktadresse für deinen WordPress-Blog sieht eine Email-Adresse mit der eigenen Domain am professionellsten aus. Dafür enthalten üblicherweise alle Webhosting-Angebote eine gewisse Anzahl an frei konfigurierbaren Email-Postfächern und Weiterleitungen. So kannst du dir Email-Adressen wie vorname.nachname@deine-webseite.de einrichten.

Weitere Webhosting Features

Neben den technischen Voraussetzungen für WordPress enthalten viele Webhosting-Angebote oft noch eine Vielzahl an weiteren Features. Hier musst du individuell entscheiden, ob du Funktionen wie eine Online-Festplatte oder einen DynDNS-Dienst überhaupt brauchst. Weit verbreitet sind inzwischen so genannte 1-Klick Installer. Damit kannst du Anwendungen wie WordPress, Foren-Software oder Cloud-Dienste mit wenigen Mausklicks zu installieren.

Das mag grundsätzlich funktionieren, bringt aber einige Nachteile wie manchmal unpassende Voreinstellungen oder Update-Probleme mit sich. Ich rate daher dazu, die gewünschte Software immer manuell zu installieren, um die volle Kontrolle über die eingesetzte Software, in unserem Fall WordPress, zu behalten.

Welchen Webhoster für WordPress?

Durch die große Beliebtheit und Verbreitung von WordPress erfüllen heutzutage fast alle Webhosting-Anbieter die oben genannten Anforderungen zum Betrieb von WordPress. Du stellst dir sicher die Frage, welches Hosting du nun wählen solltest, wenn letztendlich alle irgendwie geeignet sind. Ich habe in den letzten Jahren viele Hosting-Anbieter getestet und habe inzwischen einen klaren Favoriten, welchen ich dir gleich vorstelle.

Alle technischen Features und Details sind zwar wichtig aber mindestens genauso wichtig sind Punkte wie:

  • Geschwindigkeit
  • Verfügbarkeit
  • Backend
  • Kommunikation
  • Kundenservice
  • Mindestlaufzeit

Die Geschwindigkeit des Hostings bestimmt, wie schnell deine Webseite im Browser angezeigt wird. Hier hat niemand Lust, bei jedem Klick mehrere Sekunden zu warten. Gerade die ganz billigen Angebote sind nur deshalb realisierbar, weil Hunderte oder sogar Tausende Kunden auf einem Server liegen. Damit ist der Server regelmäßig überlastet und kann deine Webseite nur langsam ausliefern.

Die Verfügbarkeit bestimmt, wie oft du einen Ausfall oder eine eingeschränkte Erreichbarkeit deines WordPress-Blogs tolerieren musst. Meistens wird eine minimale Verfügbarkeit im Jahresmittel vertraglich garantiert. Viel wichtiger ist jedoch die tatsächliche Verfügbarkeit in der Praxis. Regelmäßige kurze Ausfälle sind deutlich störender als angekündigte nächtliche Wartungsarbeiten.

Im Backend oder auch Kundencenter nimmst du alle Einstellungen für dein Webhosting vor. Hier werden Domains registriert, Email-Adressen angelegt usw. Auch wenn man das Backend nicht täglich nutzt, und nur hin und wieder Einstellungen dort vornimmt, ist eine gewisse Usability nicht zu verachten. Einige Hosting-Anbieter setzen hier völlig veraltete Oberflächen ein, welche nur träge reagieren und unlogisch strukturiert sind. Das kann einem den letzten Nerv rauben.

Eine gute Kommunikation im Fall von Wartungsarbeiten oder Störungen schont ebenfalls die Nerven. Werden Server-Updates rechtzeitig vorher angekündigt, kann man sich auf die Downtime der Webseite einstellen. Auch eine Rundmail bei einem Ausfall gibt einem das Gefühl, dass bereits an der Behebung der Störung gearbeitet wird. Das ist allemal schöner, als bei einem Ausfall nur eine überlastete Warteschleife zu erreichen.

Den Kundenservice nimmt man im Allgemeinen nur selten in Anspruch.Wenn man diesen aber braucht, sollte sich die Angelegenheit in annehmbarer Zeit klären lassen. Während einige Webhosting-Anbieter mehrere Tage zum Beantworten einer Email brauchen, hat man anderswo oft schon nach wenigen Minuten die Antwort. Auch beim Telefonsupport gibt es große Unterschiede in der Erreichbarkeit zwischen normalen Bürozeiten am Werktag bis zur 24/7 erreichbaren Hotline.

Zu guter Letzt gibt es je nach Anbieter und Tarif unterschiedliche Mindestvertragslaufzeiten. Üblich sind zwischen ein und 12 Monaten. Meine Erfahrung zeigt hier ganz klar, dass Webhoster mit kurzer Mindestlaufzeit sich mehr ins Zeug legen. Hier tut man alles, um den Kunden mit guter Leistung zu überzeugen. So bleibt man als Kunde gerne für lange Zeit beim Anbieter und muss nicht durch eine lange Vertragslaufzeit dazu verpflichtet werden.

WordPress Hosting Favorit: All-Inkl.com

Mein Favorit nach vielen Jahren bei den unterschiedlichsten Hosting-Anbietern ist All-Inkl.com. Dieser bietet ein überaus gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Die Geschwindigkeit von Server und Datenbank stimmt. Außerplanmäßige Serverausfälle konnte ich bisher nicht feststellen. Wartungsarbeiten und Software-Updates werden rechtzeitig per Email angekündigt und finden nachts zu lastarmen Zeiten statt.

Auch das KAS-Kundencenter zur Administration des Webhosting-Pakets ist vorbildlich umgesetzt. Hier lassen sich alle notwendigen Einstellungen übersichtlich durchführen. Den Kundenservice habe ich bisher nur selten gebraucht aber die Antworten des 24/7 Email-Supports waren kompetent und schnell. Bereits ab dem PrivatPlus-Tarif gibt es auch eine 24/7 erreichbare Telefon-Hotline.

Ein wirkliches Feature-Highlight sind die sogenannten Unteraccounts. Damit lassen mehrere WordPress Installation auf einem Server betreiben. Das geht zwar grundsätzlich auch bei anderen Anbietern, dort liegen dann aber alle WordPress Installation in einem Root-Verzeichnis. Weist hier eine Webseite ein Sicherheitsproblem auf und wird kompromittiert, sind alle anderen Seiten in dem Account auch betroffen. Durch die All-Inkl Unteraccounts wird dies vermieden, da die Accounts rechtemäßig voneinander getrennt sind.

All-Inkl hat vier Hosting-Pakete im Angebot vom Privat-Tarif für 4,95€ pro Monat bis zum Business-Tarif für 24,95€ monatlich. Ich nutze den Premium-Tarif für 9,95€ im Monat. Dieser hat unter anderem einen SSH-Zugang für Kommandozeilenliebhaber inklusive 🙂 Die Mindestvertragslaufzeit in allen Tarifen beträgt nur einen Monat.

All-Inkl.com Vorteile im Überblick

  • Gute Serverleistung
  • Vorbildliches Backend
  • Sinnvolle Unteraccounts
  • 24/7 Email- und Telefon-Support
  • Mindestvertragslaufzeit nur ein Monat

Managed WordPress Hosting

Bei den zuvor beschriebenen Webhosting Tarifen von All-Inkl handelt es sich um klassisches Shared Webhosting. Hier stellt der Anbieter den Webserver bereit und kümmert sich um dessen sicheren Betrieb. Für den Betrieb und die Wartung von WordPress bist du als Kunde verantwortlich. Bei dem sogenannten Managed WordPress Hosting kümmert sich der Anbieter auch um die Sicherheit und Pflege von deinem WordPress-Blog.

Einer der bekanntesten deutschen Anbieter für ein Managed WordPress Hosting ist Raidboxes. Je nach Tarif sind Features wie automatische Backups, ein Update-Service für WordPress inklusive Plugins und Themes, ein integriertes Caching deiner Inhalte sowie eine Staging-Umgebung zum testen von Änderungen an deiner Webseite inklusive. Diese Features plus eigene Domain gibt es etwa im Fully Managed Tarif für ca. 37€ monatlich pro WordPress-Seite.

Damit fallen die Kosten gegenüber einem normalen Shared Webhosting um einiges höher aus. Ein Managed WordPress Hosting ist deshalb in erster Linie für dich interessant, wenn du dich keinesfalls mit technischen Dingen wie Ladezeitoptimierung, Backups und Plugin-Updates auseinandersetzen möchtest. So kannst du dich ausschließlich auf die Inhalte deiner WordPress-Webseite fokussieren.

Kostenloser Webspace für WordPress

Neben den vielen kostenpflichtigen Hosting Anbietern gibt es auch einige kostenlose Webhosting Angebote. Von kostenlosem Webspace für WordPress rate ich für ein ernsthaftes Webprojekt jedoch ab. Kostenlose Angebote leiden oft unter überlasteten Servern und einer schlechten Verfügbarkeit. Außerdem erhältst du bei kostenlosem WordPress Hosting im Regelfall keine eigene Domain und musst Fremdwerbung zur Finanzierung des kostenlosen Angebots hinnehmen.

Fazit zum WordPress Hosting

Jetzt weißt du, welche Voraussetzungen dein Hosting-Anbieter zum Betrieb von WordPress erfüllen muss. Außerdem weißt du, dass es neben technischen Dingen auf weitere Details wie Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und einen guten Kundenservice ankommt. Meine Empfehlung für ein qualitatives WordPress-Hosting mit wirklich gutem Preis-/Leistungsverhältnis habe ich dir ebenfalls oben gezeigt.

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